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Der Öl -Preis - ein Krimi ist im Gange

Die OPEC-Staaten konnten sich bei ihrer Konferenz Ende November nicht auf die Drosselung der Fördermenge einigen - mit sehr unterschiedlichen Folgen für die Staaten, die Wirtschaft und die Verbraucher.

Weiterer Absturz des Öl-Preises möglich

Die aktuelle Fördermenge von rund 30 Millionen Barrel Öl täglich wird beibehalten, so das Resultat der letzten Konferenz der OPEC-Staaten. Rund drei Viertel des Öl-Vorkommens wird von diesen Ländern verwaltet, der Anteil an der globalen Lieferung beläuft sich auf rund ein Drittel. Allerdings werden auch einige Mitgliedsländer vom niedrigen Öl-Preis stark unter Druck gesetzt, vor allem Russland, der Irak, der Iran und Venezuela sind auf stabile Fördermengen und hohe Preise angewiesen. Nicht zu verachten ist aber auch der Einfluss auf die US-amerikanische Fracking-Industrie, die wohl im Fokus dieser Strategie liegt.

Niedrige Energiepreise - Probleme für einige Wirtschaftszweige

Die Hauptlieferanten, nämlich Saudi Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar, können sich eine solche Preissituation leisten, zumal sie damit die Fracking-Industrie als Alternativ-Modell zielgenau treffen: Diese rechnet sich nämlich nur bei einem Öl-Preis von rund 90 US-Dollar je Barrel. Allerdings ist der aktuelle Kurs weit entfernt, Nordsee-Öl der Sorte Brent kämpft aktuell um die 70 US-Dollar, das amerikanische WTI-Öl notiert sogar darunter. Einige Experten sehen einen Verfall auf 35 US-Dollar für 2015 als realistisch an, zumal die starke Nachfrage aus der Wirtschaft fehlt. Was sich für einige Industriezweige mit niedrigen Energiekosten positiv bemerkbar macht, kann für andere das Aus bedeuten. Für die Verbraucher weltweit eröffnet sich aber die Chance, endlich wieder zu einem vernünftigen Preis das Auto volltanken zu können.