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G20-Gipfel - Wirtschaft nur am Rande

Die Tagung der 20 führenden Wirtschaftsnationen in Australien stand ganz unter dem Eindruck der Ukraine-Krise, auch wenn die diesbezüglichen Gespräche eher bilateral geführt wurden. Wirtschaftsfragen wurden auch behandelt, allerdings ohne konstruktive Lösungen für die anstehenden Probleme zu finden.

Wirtschaftswachstum - bedenkliche Entwicklung

Auch wenn die Wachstumsraten in den sogenannten Schwellenländern schwächer ausfielen, als dies zunächst erwartet worden war, würden sich die führenden Industrienationen dieser Welt mit einer solchen Entwicklung glücklich schätzen: Für Europa schlugen 0,2 Prozent zu Buche, für die noch eben positive Bilanz zeichnete erstaunlicherweise Griechenland mit verantwortlich. Die Suche nach einem kräftigen Impuls mündete in einem Euro-Investitionsprogramm, das allerdings nur zu zehn Prozent von der EU finanziert werden soll. Die restlichen 90 Prozent sollen aus privaten Mitteln akquiriert werden. Dieses Konzept passt in die restlichen Vorschläge, deren Logik durchaus besticht, deren Finanzierung aber noch nicht abschließend geklärt ist.

Ukraine-Konflikt - Russland soll isoliert werden

Nicht nur mit Gesten, wie etwa beim abschließenden Gruppen-Foto, auch in den Diskussionen wurde Russlands Präsident Wladimir Putin angegriffen, weitere Sanktionen stehen im Raum. Dass die Sanktionspolitik sich spürbar auf die Konjunktur im weltweiten Maßstab auswirkt und insbesondere für Europa negative Folgen hat, im Gegenzug aber keinerlei Wirkungen zeigt, wurde aktuell von der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini eingestanden. Ob diese Erkenntnis sich allerdings durchsetzt, bleibt zu bezweifeln. In einem Interview mit der ARD nahm Wladimir Putin Stellung zur Politik der EU und der USA und bezeichnete die Sanktionen als unangemessen. Vor allem aber wies er darauf hin, dass die finanziellen Auswirkungen nicht an der russischen Grenze Halt machen.